Auslagerungen

Dokumentation

Einführung

Manche Texte auf anderen Wikis habe ich aufgrund ihrer Masse entfernen müssen. Diese haben dort nicht mehr hingepasst. Ihre Erstellung hat da zeitweise bereits eine regelrechte Eigendynamik entwickelt, sodass ich diese besser hierher transferiert habe.

Löschen würde ich diese Texte aber auch nicht wollen. Da habe ich es beschlossen, sie nun hier auf dem Wiki 'Tiefenrausch' als Auslagerungen zu integrieren.

Aphorismus

Einen Weg gehen

Die eigenen Gedanken und Ideen eines Menschen führen diesen zu seinem Ziel. Der Weg dorthin besteht in der Verwirklichung einer eigenen Schrittfolge. Diese soll gut zu uns passen. Entsprechend der äußeren Gegebenheiten, aber auch der eigenen Kräfte wähle man es aus, was man da tun möchte.

Ein Hindernis auf diesem Weg wird das verkehrte Gefühl sein, dass uns die Zeit dazu nicht ausreichen würde, um ihn zu meistern. Dagegen erwehre man sich. Nicht alles, was über uns kommt, würde auch unserer Sache zuträglich sein.

Das eigene Empfinden nehme man wahr. Man handle getreu dieser Empfindung. Wer außer uns selbst wird das tun! - Entsprechend dieses Sachverhalts bekenne man sich zum eigenen Weg. Dieser soll uns gegeben sein.

Aphorismus

Die eigentliche Aufgabe

Eine gute Sache wird es sein, wenn wir Menschen uns dazu bekennen, was wir tun wollen. Eine zweite gute Sache ist es dann, wenn wir es erproben, ob wir das leisten können. Dazu sollen wir es uns anschauen, was diese Sache für uns erforderlich macht. Möchten wir dem gerecht werden?

Nach diesem Prozess der Initiation sollen wir uns festlegen, ob wir den dementsprechenden Weg begehen möchten. Das kann zeitnah erfolgen.

Die ersten paar Schritte auf diesem Weg geben uns die weitere Richtung vor. Je nach dem, was das für eine Art von Betätigung sein wird, welche wir da favorisiert haben, bringt der Weg seine Lektionen von sich aus mit sich. Wir sollten es nicht versäumen, diese zu erkennen und zu meistern. Man würde nicht alles erreichen, aber man kann aus allem etwas lernen.

Aphorismus

Eigenständigkeit als Mensch

Das, was einen Menschen ausmacht, hat er einmal selbst geschaut und verstanden. In dieser Sache wird jeder Mensch eigenständig sein. Keiner wird etwas an seiner statt verstehen oder erschauen. Es gibt keinen solchen Trichter, wie er dafür erforderlich wäre.

Der Mensch hört und sieht. Das ist sein Hören und auch sein Sehen, was er dabei gewahren kann. Mit den Ohren eines anderen würde man nichts hören, mit den Augen eines anderen würde man nichts sehen. Machen wir es uns daher baldigst bewusst, was das bedeutet.

Jeder Mensch hat so etwas an sich. Allen wird das Gleiche gegeben sein, schließlich sind das doch alles Menschen.

Alle Arten der Konstruktion zusätzlicher Dinge sind zu verwerfen. Diese widersprechen der Natur eines Menschen. Durch sie gerät der Mensch allein nur in Abhängigkeit von eigentlich peripheren Gegebenheiten. Das wird ihn ungemein schwächen. Im Grunde wird er es wegen solcher Krücken verlernen gerade und frei zu stehen.

Dabei erfährt jeder Mensch unter dem Himmel seine Freiheit. Warum also soll er an der Krücke festhalten?

Aphorismus

Ein bewusster Weg

Gar täglich hat es in diesem Leben irgendetwas für mich gegeben, was ich eigentlich bereits ausreichend gut kennengelernt habe, und das doch manchmal wieder etwas anders auf mich eingewirkt hat als noch wenige Tage zuvor. Da habe ich die feststehenden Strukturen meines Daseins zu hinterfragen begonnen. Sind diese wirklich gegeben, allein nur weil diese scheinbar feststehen? - Und da habe ich diesen Felsen genommen und ihn zertrümmert. Seine scheinbare Erhabenheit liegt nun im Staub. Dieses Idol früherer Tage hat da endlich aufgehört zu bestehen.

Was wird für mich daraus zu lernen sein? - Ich habe die Kraft, um das eigene Leben zu gestalten. Was mir widerfährt, das bräuchte ich nicht zu erdulden. Es gibt keinen Grund für einen Bestand von verkehrten Dingen.

Was habe ich daraus für Schlüsse gezogen? - In unmittelbarer Weise kommt es bei mir vor, dass sich die gegebenen Dinge auf mich auswirken. Eine Gestaltung meiner Umgebung führt zu einer Gestaltung meiner Lebenswirklichkeit. Dort, wo meine eigenen Dinge bestehen, kann auch ich bestehen. Dort, wo meine eigenen Dinge für gut erkannt werden, werde auch ich für gut erkannt.

Also gehe ich fort von jenem Ort, welcher für mich allein nur einen Schrecken bereithält. Ich lasse diesen hinter mir. Dazu habe ich mich auf den Weg gemacht und diesen Ort verlassen. Das habe ich getan, nachdem ich das Standbild zerstört habe. Es soll kein solches mehr in meinem Dasein vorkommen.

Aus welchem Grund habe ich dieses Standbild zerstört? - Es ist von niederem Wert gewesen. Und doch hat es mich beeindruckt. Da habe ich mein Werkzeug in die Hand genommen und auf es eingewirkt. Keiner meiner Schläge hat es verbessert. Alles an diesem Standbild ist von einer verkehrten Art gewesen. Am Ende dieses Prozesses ist es dann zerbrochen und in den Staub gefallen. Da hat es mich erleichtert.

Sprachgestaltung

Die Schwierigkeiten eines Literaten

Bei meiner Art der Sprachgestaltung geht es mir um ein Auffinden der gültigen Form für meine Dinge bei deren Aufbau. Meine Schriften tragen einen Gehalt an sich, welcher nicht immer gut zu allem passen würde, was ich bereits erstellt habe. Da ich es aber weiß, dass dafür eine Matrix besteht, versuche ich die Ungereimtheiten daran zu finden und auszumerzen. Da soll weniger zuweilen mehr sein. Darum lösche ich jenen überkommenen Ballast baldigst aus, sobald ich dessen Unverträglichkeit für das Gesamte erkannt habe.

Der Verlauf dieser Tätigkeit ähnelt stark einem anderen sinnlichen Vorgang. So, wie ich meine Nahrung zubereite und verkoste, so bereite ich auch mein Werk zu und verkoste es. Was aber in meiner Küche gekocht wird, das könnte man nicht immer anderen Leuten als Gastmahl servieren. Analog dazu sind etliche meiner Schriften von einer viel zu experimentellen Art. Es wird da zuweilen für andere Menschen wenig erfreulich sein, an diesen zu sitzen und etwas aus meiner Feder zu lesen.

Dabei wird es wahr sein, dass ich mir selbst bei Werke und auch sonst zu entsprechen habe. Diesem Vorsatz möchte ich bei der Erstellung meiner Schriften gerecht werden. Mein eigener Versuch mich gegenüber der mir bekannten Umwelt korrekt zu verhalten soll das beinhalten. Ich weiß es selbst gut, dass wir alle einer Weide bedürfen, um uns zu ernähren. Das gestehen sich die Menschen in der Regel auch gegenseitig zu.

Impuls

Vom Arbeiten

Es kann in Wahrheit keine gute, aber auch keine eigentlich schlechte Arbeit geben auf dieser Welt. Jede anstehende Arbeit muss doch einmal von irgendjemandem erledigt werden. Das würde man sich doch nicht aussuchen, was wirklich zu tun sein wird.