Das Buch der Prinzipien

Meditationen

Das Buch der Prinzipien

Eigene Gedanken, auf eine mir selbst zugängliche Weise wiedergegeben, sind hier zu finden.

Ich sitze gerade in einem Café. Es ist Samstagmorgen, und ich trinke ein Kristallweizen. Dieses ist frisch. Ja, es schmeckt erfrischend. Es ist ein warmer Tag heute.

Ich beginne jetzt und hier damit, dieses Buch zu verfassen. Das mache ich so, weil hier einst der Ausgangspunkt meiner Reise gewesen ist, welche mich weit durch diese Leben geführt hat.

Heute bin ich hierher zurückgekehrt an diesen Ausgangspunkt. Es ist nichts mehr so, wie es einmal gewesen ist. Ich sehe aber hier das Vergangene noch durch das Gegenwärtige durchscheinen und notiere mir dabei etwas von meinen Gedanken auf.




Es gibt eine Wahrheit, die gelte etwas, und aus dieser Wahrheit müssen wir das abzuleiten wissen, wie die Dinge zu verstehen sind.



Kindheitserinnerungen: 'Sind das glücklichere Tage als heute gewesen?', frage ich mich da jetzt. Ich würde es mir nicht anders beantworten als so. Es sind keine unglücklicheren Zeiten gewesen.




Es gibt kein Leben, das allein nur voller Glück ist, aber niemals am Unglück teilhat.




Wie steht es um die Freiheit bei uns heute? Darf man diese prüfen und etwas tun, was dem Gesetz nach eigentlich rechtens ist? Wie weit wird man damit gehen können?




Wofür lebe ich?

Ich würde nicht allein für mich selbst da sein wollen, sondern auch für die Erfahrung einer Gemeinschaft mit einem anderen Menschen bin ich geboren.

Ich freue mich dann, wenn mir jemand etwas wert ist, weil ich mich dann stärker um diese Person bemühe. Ich versuche es, gute Dinge dabei an uns zu erwecken.

Nach und nach habe ich so endlich jemanden gefunden, welchem auch ich etwas wert bin.




Der gefühlte Erfolg macht den Menschen zu einem eifrigen Streiter für seine eigene Sache.




Der erste Erfolg kann den Menschen zeitweise überglücklich machen. Andauernder Erfolg jedoch schwellt einem die Brust nicht mehr gar so arg. Dieser kann allein nur hingenommen werden.




Man sollte sich nicht zu sehr mit dem Grund der Dinge befassen. Es gelte auch darauf zu schauen, zu was die Dinge werden und ob diese gedeihen.




Von Selbst kommt das Wesen der Dinge zum Vorschein und wird von uns wahrgenommen. Doch man würde es nicht immer wissen, ob man etwas richtig erkannt hat. Mancher Dinge soll man sich darum versichern.




Alles Gewordene ist nach den Gesetzmäßigkeiten unseres Kosmos zu dem geworden, was es heute für uns ist. Die Ursache dieser Dinge würde uns nicht anders als so gewahr werden. Das ist wirklich so.




Kann ein Mensch seine verkehrten Taten vergangener Tage mit richtig guten Taten in der Gegenwart wieder aufwiegen?




Alle Dinge sind innerhalb von diesem Kosmos einfach da und wirken sich zeitweise auch auf uns aus.




Nach jahrelanger Bemühung um meine eigene Person stelle ich es nun endlich fest, dass es mir auch gut damit ergeht, wenn ich einen anderen Menschen mindestens genauso wichtig nehme wie mich selbst.




Ich schreibe gerne etwas von den Dingen, welche ich einmal selbst erkannt habe. Dabei habe ich vieles von den Formen der Natur gelernt. Wie sie zustande gekommen sind, das finde ich wichtig. Mir ist jeder wahre Zusammenhang zwischen diesem Dasein, dem Leben und seiner eigentlichen Bedingung, dieser Natur einen Moment des Bedenkens wert.




Wer sich dem Guten genauso wie dem Schlechten gewidmet hat, dessen Erfolge werden in dieser Welt zurecht einmal Bestand erhalten. Seine Dinge befinden sich in einer Balance.




Das Gute möchte nicht übertrieben oft hervorgehoben noch lautstark gepriesen werden.




Das Schlechte ist allein nur auf eine gewisse Weise schlecht zu finden. Ansonsten ist es aber jederzeit auch etwas Gutes geblieben.




Was die Menschen nicht richtig gehört haben, das werden diese auch nicht wirklich gut verstehen. Es verdunkelt ihnen zuweilen den eigenen Geist, wenn sie darüber nachsinnen. Sie fürchten sich davor, dass etwas schiefgelaufen ist.




All jene in negativer Weise ausgebildeten Gedanken und Ideen sind allein nur solche Formen gewesen, in welche wir uns trotz aller gegebenen Freizügigkeit selbst zu fügen haben. Das ist manchem unangenehm.




Der richtige Umgang mit etwas Negativem macht einen Menschen erst so richtig fähig zu diesem Leben. Ohne das bestimmte Wort von anderen Leuten selbst anzuerkennen, überlässt man der Beliebigkeit allzu oft das Feld. Daraufhin wird mancher Verlust erst eingefahren.




Ein Bekenntnis zum Guten beinhaltet zuweilen auch manche Pflicht zu einer eigentlichen Besserung von uns.




Wer ohne Führung ist und es so gelernt hat frei zu sein, dem wird es wahrscheinlich unheimlich schwerfallen, sich hernach wieder in eine bereits bestehende Gemeinschaft einzufügen.




Durch die Führung eines anderen werden wir zuweilen gefördert. Da kann der Mensch es erst einmal richtig erlernen, was es heißt, wirklich loszulassen und einem anderen Menschen zu vertrauen.




Der eigene Widerstand gegen eine eigentliche Ungerechtigkeit wäre prinzipiell schon etwas Gutes. Das hat doch alles einen Beigeschmack.




Ein Mensch darf ein Leben, eines Menschen würdig, für sich beanspruchen. Das ist so wahr, ohne dass er sich dieses erst noch bei jemandem anderen verdient haben muss.




Wer zu einer Sache aussagen möchte, welche ihn etwas angeht, der soll auch zeitnahe zu Wort kommen.




Jener Reichtum, welchen ich eigentlich zu besitzen meine, ist wahrscheinlich einer gewesen, welcher von anderen Leuten nicht als ein echter Reichtum angesehen worden ist. Das Glück, welches ich während diesen Daseins erfahren habe, würde für manchen Anderen wahrscheinlich nichts bedeuten.




Ein Erfolg ist kein Vergnügen, sondern normalerweise der Lohn für ein langwährendes Arbeiten unter anstrengenden Bedingungen.




Das eigene Bedenken der vorgegebenen Dinge soll unsere Kräfte eigentlich mehren.




Wer seine Dinge nicht gut zu machen bereit gewesen ist, der wird auch nichts Gutes dadurch gewonnen haben. Man muss sich schon anstrengen im Leben.




Wenn Du es selbst erreichen kannst, dann sorge auch dafür, dass Deine Dinge einmal gut werden.




Eine Erfahrung der Liebe macht einen Menschen erst so richtig lebendig. Dank ihr kann man etwas erhalten, dessen man wirklich bedurft hat. Das wird einem anderen Menschen diese Freude bereiten, welche die Liebe ausmacht.




Ich liebe zuweilen auch einfache Dinge. Einen Grashalm auf einer Wiese im Park habe ich gerne angesehen. Den Anblick eines Kreuzes aus Sandstein dort mag ich auch. Das Lüftchen, welches diesen im Freien draußen umweht, finde ich großartig.




Ohne mir es vorher überlegt zu haben, was ich Dir am besten schreiben kann, um Dir ein paar meiner Gefühle für Dich aufzuzeigen, fange ich jetzt bereits damit an, Dir das hier zu schreiben. Ich möchte das Wort 'Lebensfreude' mit Dir in Verbindung bringen, denn Du hast sie bei mir erweckt. Ich bin Dir gerne dankbar dafür. Das zeige ich Dir auf, indem ich Dich in Ehren halte.




Ein Glück kann auch einmal wiederkehren. Dann, wenn Du seinen Weg zu Dir zu ebnen gewusst hast, wird es sich das überlegen, ob es da mitmachen möchte.




Allein schon die gute Gesinnung eines Menschen macht dessen Dinge wertvoll für Dich.




Es mag viele brauchbare Ansätze zum Meditieren geben. Doch ich finde es gut, sich das Vorgegebene zu bewahren, weil man es schon hat. Ich möchte darum alles so belassen, wie es bereits ist. Nach und nach habe ich es dadurch gelernt, wie ich etwas mit diesen Dingen anfangen kann. Das ist mein eigentlicher, unverkürzter Weg. Er ist es, welchen ich seit geraumer Zeit schon begehe.




Es passiert mir immer wieder, dass ich das nicht leicht erfasst habe, warum die Dinge so sind, wie sie erscheinen. Ich erhoffe es darum, dass alles einmal von sich aus gut wird. Ich könnte nicht darüber verfügen, was geschieht. Schon gar nicht würde ich das Vorgegebene abändern können. Das hat alles auch bisher nicht in meiner Macht gestanden.




Ich lerne es nach und nach, mich selbst am Widerschein der Dinge dieser Welt zu erkennen. Das ist einfach. Dabei verstehe ich etwas davon, was mich bedingt und ausmacht. Doch dann, wenn ich mich einmal am Widerschein der Reaktionen der unterschiedlichsten Menschen erkennen habe müssen, ist es mir nicht gar so gut ergangen. Da habe ich dann zuweilen sogar versagt. Manches ist auch für mich noch immer undurchsichtig geblieben.




Jeder Gedanke, welchen wir an uns tragen, soll eine eigentliche Antwort für uns sein. Manchmal muss man aber erst die passende Fragestellung gefunden haben, ehe einem diese Antworten verständlich werden.



Es gelte etwas, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Das soll man können. Wer darüber hinaus auch noch mit seinen Werken bei den Menschen besteht, der hat einfach Glück.




Ein Mensch, welcher keinen Zugang zu einer eigentlichen Arbeit finden kann, ist schlecht dran in dieser Gesellschaft.




Wenn Du es Dir leisten kannst, dann lass zwischendurch wieder von der eigentlichen Anstrengung etwas ab und gewöhne Dich an einen leichteren Gang Deiner Dinge.




Glaubst Du an einen eigentlichen Wert der Dinge?

Glaubst Du an eine Auswirkung des Geschehens von Gestern?

Glaubst Du an eine Zukunft im Morgen?

Glaubst Du an eine Wahrheit der gesprochenen Worte?

Glaubst Du an ein Grundrecht des Menschen?

Glaubst Du an ein Pfand dieses Lebens?




Man wird vieles erst dann so gut leisten, wie das erforderlich ist, wenn es auch gewünscht wird. Der Mensch hat immer schon einen Sinn dank einer Akzeptanz seiner Dinge erkannt.




Das Leben hat eine ihm zu eigene Logik. Dieser Logik ist es egal geblieben, was wir Menschen von ihr bereits erkannt haben. Sie bewirkt die Dinge natürlich mit einem wirksamen Siegel. Dabei ist sie weder gerecht noch fair zu uns. Man hat schon selbst darauf zu achten, dass nichts Verkehrtes geschieht.




Ein gesuchtes Stück ist für einen Sammler oftmals genau jenes gewesen, welches andere zuvor übersehen haben oder gar nicht erst erkennen würden.




Wo auch immer Du hingehen wirst, denke daran, etwas Brot bei Dir zu haben, um etwas Gutes essen zu können. Denke daran etwas Wasser bei Dir zu haben, um trinken zu können. Habe es bei Dir. Trage es, wenn das nötig geworden ist, sogar mit Dir herum, Mache das, damit es Dir an nichts mangeln würde auf Deiner Reise.




Das Richtige tue gerne. Das Verkehrte lasse dagegen gerne bleiben. Das Gute teile gerne mit anderen, das Schlechte behalte gerne bei Dir zurück.




Ein Leben lang habe ich gedacht, ich bin bereits ein guter Mensch. Dann bin ich einmal eingeknickt, und niemand ist dazu bereit gewesen mir wieder auf die Beine zu helfen. Was ist das nur für ein heftiges Zeichen meines Schicksals.




Es würde nicht allein nur wichtig für mich sein, wie ich bisher gelebt habe. Es ist genauso wichtig für mich, was in der Welt unterdessen geschehen ist, wie es den höheren Wesenheiten dabei mit uns ergangen ist, und was aus den Dingen wird, welche wir einmal geleistet haben.




Ich würde nicht klug sein, aber ich habe zuweilen etwas nachgedacht.

Ich würde nicht schlau sein, aber ich habe zuweilen etwas gewusst.

Ich würde nicht vieles zu leisten vermögen, aber das, was ich kann, habe ich auch wirklich getan.

Ich würde nicht reich sein, aber das, was ich habe, habe ich mir redlich erworben.

Ich würde nicht schön sein, aber ich habe meinen Charakter ausgebildet.

Ich lebe. Nicht gut würde das sein, aber doch zurecht soll es wahr genannt werden.




Ich habe es bei mir selbst schon einmal gewünscht, dass die Menschen besser darauf Acht geben sollen, wie diese mit ihrer eigentlichen Natur umgehen.




Viele Menschen sind leicht zu begeistern. Du stellst ihnen ein Bier hin und eine Tüte Chips dazu. Etwas Fernsehen machst Du an, ein guter Film kommt da. Und die Leute haben eine ganze Zeit lang einen riesen Spaß. Du schaust dabei zu und hast diese Welt nicht mehr richtig verstanden.




Gewaltlosigkeit ist etwas, nach dem ich selbst strebe. Doch der Mensch kann auch ohne Gewalt verkehrt sein. Und er kann auch mit Gewalt ein gutes Herz haben.

Liebe ist etwas, wonach ich suche. Doch Menschen können einander körperlich lieben, obwohl sie manchmal ihre Liebe gar nicht zeigen oder gar erwidern würden.

Glück ist etwas, was ich erfahren möchte. Doch man würde es nicht dauerhaft besitzen. Es ist für sich schon genug.

Hoffnung ist etwas, was ich zum Leben brauche. Doch nicht immer habe ich mir eine solche zu bewahren gewusst. Da bin ich dann durchweg etwas verzagt.

Ein Schutz durch andere ist etwas, was ich benötige. Doch es ist mir oftmals unangenehm, wenn ich mich an Regeln halten muss. Das ist so, weil ich, wenn ich dabei scheitere, fürchten muss, diesen Schutz wieder zu verlieren.

Freude möchte ich an mir einfach verspüren. Doch ich muss auch alle anderen Gefühle geduldig zu ertragen bereit sein, wenn ich meine Freude nicht für das Gesamte dieses Daseins verlieren möchte. Doch meine größte Freude wird es da sein, Dich einmal glücklich wegen mir zu sehen.




Etwas Großartiges würde man nicht jeden Tag leisten. Auf jede gute Tat kommen zuweilen drei unterlassene Pflichten, auf jeden Schritt nach vorne viele Monate im Verharren auf der Stelle, wenn man Pech hat.




Gehe den schlechten Dingen nicht aus dem Weg, sondern achte darauf, dass sie bei Dir gut aufgehoben sind.




Auch ich möchte etwas leisten. Ich befasse mich darum mit leeren Blättern aus Papier. Dabei bin ich zeitweise so sehr auf Abwege geraten. Die Blätter haben erst einmal keinen Rand an sich und bieten keinen Rahmen für mich, an welchen ich mich halten kann. Alle notwendigen Formen muss ich mir erst einmal selbst erarbeiten, ehe mir etwas Geeignetes mit dieser Sache gelingen wird.




Ein Nachdenken über das, was Dir eingegeben ist, wäre das einzige Bedenken, welches Dir fast schon mit Sicherheit etwas Gutes einbringen kann.




Ich kann meine Gedanken allein nur dann vernehmen, wenn diese wohlgeordnet sind. Ansonsten ist alles eine Konfusion gewesen, was ich da bei mir erfahren habe.




Das, was mir nicht in den Kram passen würde, dass bräuchte mir auch nicht zu gefallen. Ich bräuchte nichts zu wollen, was ich nicht haben möchte.




Jeder fühlt sich doch etwas blöde, wenn er mit einer eigentlich guten Idee von anderen Leuten abgewiesen wird.




Kein Mensch gehört sich selbst ganz allein. Jeder hat einen, welcher zu ihm dazugehört und dem er selbst auch irgendwie verbunden geblieben ist.




Als Wanderer in der weiten Welt habe ich leider sehr viel Unfug getrieben und heute sitze ich darum da, bei mir am Arbeitstisch und bereinige mein Dasein wieder, so gut wie ich das gerade gekonnt habe, indem ich mir das aufschreibe.




Dieses Leben ist mir einmal von meinen Eltern geschenkt worden. Ich habe mich aber niemals dafür richtiggehend bei diesen bedankt. Vielleicht kommt irgendwann einmal der Tag, an dem ich das selbst tun kann.




Manche Menschen haben gesagt, dass man die Zukunft nicht vorhersagen könnte. Wie soll ich denen es aber vermitteln, dass ich es sogar versucht habe meine Zukunft in manchen Dingen vorherzubestimmen?




Manche Dinge können erst dann richtig verstanden werden, wenn der geeignete Moment dafür bei uns eingetreten ist.




Ich möchte mir nichts von dem vorstellen müssen, was andere mir beiläufig erzählt haben. Es reicht mir schon aus, was ich mir selbst vorgestellt habe während dieses Daseins.




Die Phantasie ist eine Kraft zur Nachbildung einer Sache, welche man bereits gut kennengelernt hat. Sie bildet zuweilen sogar unsere Gedanken aus.




Ich bedaure die Menschen, denen das Zuordnen der eigenen Empfindungen keinen Spaß macht. Wie sollen diese ihr Denken denn eigentlich noch genießen können, wenn es einmal in Unordnung gerät? - Gedanken hat man doch immer. Diese bedürfen einer sinnvollen Aufgabe, damit man an ihnen erwachsen wird.




Manche Dinge verfügen über eigentliche Ebenen, auf denen man etwas mit ihnen in Verbindung bringen kann.




Man kann wohl auf einen Menschen herabsehen. Aber man darf es kaum zulassen, dass dieser verdirbt.




Das Leben lehrt uns nach und nach erst seinen eigentlichen Sinn zu verstehen.




Innere Alchemie


Bleibe der, welcher Du jetzt bereits bist.

Sei ganz Du selbst unterdessen.

Fühle Dich bei Dir zuhause und komme an.

Tue nichts, was Du nicht tun möchtest.

Halte Dich wacker auf Deinem Weg.

Kämpfe mutig für die richtige Sache.

Sei bescheiden derweil.

Lass Dich nicht durchs Leben treiben.

Füge Dich anderen nicht ohne einen Grund dazu.

Wehre Dich gegen etwas Abfälliges.

Halte Dein Wort getreulich ein.




Sprachgestaltung


lustige Aufzählverse

wütende Worte

leiser Ton

vorsichtige Art

ruhiger Verlauf

sichere Sache

üble Art




Sprachgestaltung


Sein Denken bereichern

Seine Gedanken erhellen

Seinen Blick eintrüben

Seine Miene aufhellen

Seine Gangart verstärken

Seine Leistung drosseln

Seine Sache gut machen

Das Richtige wollen

Die Wahrheit erkennen

Nach der Wahrheit suchen

Die gleiche Sprache sprechen




Die Gebete führen mich zuerst zu Dir, oh Herr, und dann führen sie mich heim zu mir selbst. Sie verleihen mir eine Kraft, welche mich ruhig werden lässt bei Gefahr.




Man kann mit einem bestimmten Wort auch allein nur für bestimmte Fälle recht behalten.




Eine Wahrheit, welche alles zugleich verständlich macht, hat es noch niemals gegeben.




Manche Dinge werden einem Menschen erst dann klar, wenn er diese selbst angesprochen hat. Wenn man sich danach etwas dazu aufschreibt, wird es einem nochmals klar.




Die Schwächung eines Menschen kann durch eine Hilfestellung anderer Menschen allein nicht aufgehoben, aber doch etwas gelindert werden.




Man sollte seine Verbindung zu anderen Menschen auch dann nicht verleugnen, wenn man mit sich allein ist.




Hatha Yoga

Sonnen Mond Yoga

Zwei Kraftpole

Zwei sich ergänzende Dinge

Ihre Balance ergibt sich

Ihre Stärke bewirkst Du

Sonnengedanke

Monderinnerung

Kraftgewinn

Konzentration

Eines ohne das andere?

Undenkbar wird das sein.




Stelle Dir das Beste vor. Das sei das Allerbeste, was Dir bisher am meisten Wert von allem gewesen ist. Dann suche den Menschen, welcher das verkörpert. Suchst Du ihn an Dir selbst, dann wird das eine Form des Yogas sein.




Es gibt Menschen, welche allein nur etwas Gutes für die gesamte Menschheit bewirken wollen, und denen man dennoch Steine dabei in den Weg legt, damit sie es nicht zu weit treiben würden.




Das Leben mancher Menschen ist so bitter, dass es für sie bereits eine Freude darstellt, wenn es wenigstens den anderen Leuten gut ergeht.




Auseinandersetzung I.


Punkt.

Strich darunter.

Es ist vorbei.

Raus mit Dir.

Wir bräuchten Dich hier nicht.

Du störst nur.

Du hältst uns von der Arbeit ab.

Auf einen wie Dich kann man getrost verzichten.

Wenn Du weg bist, geht hier wieder alles besser.

Du bist ein Störenfried.




Auseinandersetzung II.


Wehe, Du sagst etwas.

Wehe, Du meckerst.

Wehe, Du gehst Dich beschweren.

Dann gibt es Ärger.

Dann kannst Du etwas erleben.

Dann würden wir nicht mehr nur zuschauen.

Dann setzt es etwas.

Dann kriegst Du eine.

Du wirst es schon sehen.

Sieh Dich vor.




Erholung


Stress -

Stress.. -

Oh, wie entspannend das doch ist.

S... -

Sich etwas Gutes tun -

Was auch immer es ist, es bestehe fort.

Das Leben mögen.

Das Leben lieben.

Eine Erinnerung daran haben.




Alle vorgegebenen Dinge sind streng genommen genauso einzigartig, wie wir selbst auch. Und doch gibt es für den geübten Betrachter allein nur sehr wenige wirklich voneinander unterscheidbaren Dinge. Dann, wenn man eine gewisse Unschärfe bei der Betrachtung zulassen kann, gleichen sich die gegebenen Dinge einander an und werden uns wiederum in einer einfachen Weise verständlich.




Mit der Sprache kann man die Dinge einstellen. Mit Worten kann man diese so fügen, dass sie verständlich werden.




Der Mondschein ist ein Licht vom Mond. Dieses Licht ist ursprünglich von der Sonne her zu ihm gekommen. Doch es ist jetzt ein Mondlicht, weil der Mond es zu seinem Licht verwandelt hat. Schließlich kommt es jetzt ja auch von dort. Er hat ein Licht eigener Farbe. Und es ist der Mond, welcher es reflektiert.




Es ist fies, einen Menschen als Schwächling zu beschimpfen, welcher es erst noch erlernen muss, etwas auf eine richtige Art zu leisten. Es wäre vielmehr als das notwendig, das Selbstvertrauen eines solchen Menschen besser zu schützen, ja sogar es zeitweilig wiederaufzubauen und zu stärken. Menschen sollen einander zu stabilisieren bereit sein.




Eigenschaften


Böse ist der Mensch,

wenn er die Wahrheit gesagt hat,

und den Leuten klarmacht,

wie dumm ihr Tun doch ist.


Klug ist der Mensch,

wenn er den Leuten klarmacht,

was er von ihnen haben möchte

und es auch bekommt.


Gerissen ist ein Mensch,

wenn er von uns etwas bekommen kann,

was wir ihm eigentlich

gar nicht zu geben bereit gewesen sind.




Gute Menschen achten bereitwillig darauf, dass ihre Lebensgestaltung auch gut für andere Leute verträglich ist.




Ich sehne mich nach der Liebe einer Frau, welche ich für fähig dazu halte, mir etwas zu geben, was ich wirklich zum Leben brauche, aber mir selbst nicht geben kann: Die Liebe einer Frau eben.




Niemals soll ein Mensch dabei leiden müssen, wenn er etwas von sich abgibt. Niemals soll ein Mensch dabei leiden müssen, wenn er etwas für sich annimmt.




Jene Menschen, welche sich Realisten genannt haben, wollen eigentlich doch nur Recht behalten. Die Sache, welche sie vertreten, erklären sie für realistisch. Doch Wehe, wenn man das einmal offen hinterfragt. Dann erklären sie einen schnell zum Phantasten oder gar für blöde. Im Grunde ist es aber so wahr, dass diese nicht richtig argumentiert haben.




Ich habe eine eigentliche Haltung, eine Einstellung zu meinem Dasein als Mensch, welche mich bestimmt. Mit dieser Haltung gehe ich durchs Leben und finde meinen Weg. Ich habe sie für mich zu Vorzeiten ausgewählt. Ich habe sie erlernt und dazu das Erforderliche getan, um mit ihr zu bestehen. Ich bin ein Bewahrer von ihr. Ich bin ein Förderer von ihr. Das ist mein Leben und es ist mir etwas wert, dass ich es zu leben weiß.




Die Dinge richtig verstehen.

Ihre Konstellation anerkennen.

Wissen, dass das nicht alles sein würde.

Die Dinge bei sich auch anders denken.

Die Dinge auch so verstehen.

Von den Dingen sprechen und

sich mit anderen über diese austauschen.

Dazu bereit sein.




Eine Anleitung


Eine Aufzählung von Instruktionen.

Du befolgst sie.

Oder Du befolgst sie nicht.

Dann gehe aber auch weg.

Also, Du befolgst sie nun doch.

Danke dafür.

Du kannst also doch bleiben.

Hast Du es jetzt vorgefunden?

Jetzt kannst Du es einsehen.

Jetzt kannst Du etwas davon richtig erkennen.

Diesen Eindruck habe ich Dir vermitteln wollen.

Dieser Eindruck, welcher Dir in Erinnerung bleiben wird.

Darum habe ich mich so verhalten.

Danke dafür, dass Du das so lange durchgehalten hast.




Es ist das Leben, was zählt, und nicht eine Meisterschaft der Dinge.

Es ist das Heil, was uns erfreut, und nicht ein profaner Reichtum.

Es ist die Ordnung, welche so schön aussieht, und nicht diese Sache.

Es ist das Ruhen, was uns guttut, und nicht die Demonstration einer gewonnenen Kraft.

Es ist die Liebe, welche uns diese Kraft verleiht, aneinander zu glauben, und nicht unser Vorteil fürs Leben.

Es ist das Gefühl, was uns etwas verstehen lässt, und nicht der Gedanke von mir.

Es ist das Leben, was uns vernünftig dazu macht, und nicht diese Welt mit ihrem Gedöns.

Es ist die Bescheidenheit, welche uns glücklich werden lässt. Sie führt uns zu einem eigentlichen Erfolg.




Worte töten.

Worte töten genauso wie Waffen.

Worte lassen Resonanzen an uns absterben.

Das Glück vergeht mit dem bereits verlorengegangenen Gefühl.


Worte verlebendigen.

Worte verlebendigen genauso wie Samen.

Worte bringen Resonanzen zum Erklingen.

Das Glück kehrt wieder und lässt uns das Gute wiederfinden.




Manch ein Mensch hat das Vermögen dazu, um andere zu täuschen.

Kann ein Realist behaupten, dass er es erkennen kann, wenn man ihn getäuscht hat?




Meine Stimmung ist so, wie sie immer bei mir ist.

Es braucht mich niemand nach mir zu befragen.

Es geht mir immer gleich,

und genau darum finde ich es auch überflüssig davon mit jedem zu sprechen.




Es geht mir stets so gut, wie das eben einfach so bei mir ist.

Ich lote meine Dinge zwar auch aus, aber ich brauche keine Suhle.




Die Mitte ist ein ödes Ding.

Langweilig ist mein Leben.

Und doch mag ich es so.

Es ist ja auch mein Eigenes.




Das Auslassen eines Wortes ist eine Sache, welche der Vernunft der Menschen oftmals sehr dienlich gewesen ist.




Vom Richtigen geht eine Art von Glück aus.




Ein eigener Erfolg wird oftmals so angenommen, wie er von sich aus ist.




Einfach sind alle Dinge dieser Welt aufzufassen.




Das Leben ist entstanden, bevor der Mensch das Prinzip dieser Sache zu erklären versucht hat. Der Fortgang jener damals geschehenen Dinge besteht auch weiterhin. Die Sprache des Menschen besteht ebenfalls bis in die jüngste Zeit weiter.




Eine Kraft wird sich dann an uns versammeln, wenn wir diese nicht länger daran hindern werden.




Eines ist sicher: Da ist eine Kraft an Dir wirksam und Du selbst hast manchen eigentlichen Anteil an ihrer Entstehung.




Es wäre doch wohl wirklich sehr verwunderlich, wenn der Mensch ohne Macht über die Dinge seines Daseins geblieben ist.




Ich störe mich zeitweise an etwas Unnötigem. Sei das nun unnötiger Reichtum oder unnötige Armut, sei das unnötige Arbeit oder unnötige Freizügigkeit, unnötige Pflicht oder unnötige Faulheit, es würde nichts Gutes sein.




Man braucht auch Normen für sich. Ohne diese wird es keine Richtlinien geben. Dann kann es aber auch keine Einigkeit unter den Menschen mehr geben.




Vieles muss man erst einmal richtig verstanden haben, ehe man etwas dazu sagen kann.




Bestimmte Gedanken würde ich mir nicht bedenken.

Bestimmte Worte würde ich nicht aussprechen.

Bestimmte Dinge würde ich nicht im Besitz haben wollen.

Das nenne ich Freiheit, ohne so etwas auszukommen.




Es wäre eine Sache, alles recht machen zu wollen, aber eine andere, selbst nach einem Weg zu suchen, welcher Dir das möglich macht.




Das Schöne


Vielleicht ist es schön,

wenn Du selbst es mir sagst,

was Du daran schön findest,

und wir einander dabei zuhören.

Vielleicht wird das eine das andere dann ergeben

und am Ende kann es ein gutes Gespräch geworden sein,

an das wir noch lange Zeit gerne zurückdenken werden.

Oder es wird in uns ein anderer Keim aufgehen.

Vielleicht wird das einer sein,

welcher es uns lehrt,

wie wir zueinander finden als Mensch.




Bewertung


Und am Ende der geleisteten Arbeit komme nicht nur allein das Lob und der Tadel zur Sprache,

sondern auch der Reigen aus Anstrengung und Bemühung, aus Kraftaufwand und Hingebung habe erneut zu beginnen.

Das sei so, um nicht das Gewonnene alsbald wieder verlieren zu müssen.

Keiner soll sich den Vorwurf machen müssen, es unverdienterweise geschafft zu haben.

Doch soweit bin ich auch jetzt noch nicht vorangekommen.

Kaum etwas von dem, was ich schon geleistet habe, ist in sich schlüssig gewesen.

Nichts davon ist bereits von mir fertiggestellt worden.

Allein nur Weniges davon ist wirklich gut von mir ausgearbeitet worden.

Das sind alles doch allein nur Skizzen und Entwürfe,

welche ihrer wahren Bestimmung noch harren.




Autor: Mathias Schneider, Offenburg, Deutschland; *1975