2010 - Handschriften

Tagebuch

Zu meinen Erfahrungen und Übungen des Yoga

verfasst von Mathias Schneider, 2010

Dokumentation

Einleitung

Nach einer nun genau 20-jährigen Odyssee durch diese kleine Welt, die mir viel Leid aber auch Freude bereitet hat, beginne ich nun heute, am 11.08.2010, etwa 20 Jahre nachdem ich es verweigert habe, doch ein praktisches Buch zu all dem, was ich so tue, zu verfassen.

Durch meine Beschäftigung mit Philosophie, Yoga, Mechanik, Dynamik, Tantra, Esoterik, Mathematik, Physik, ..., Malerei, chinesischer Philosophie, ägyptischer Mystik und Sprache bin ich so vergeistigt, dass ich einer praktischen Anleitung zum Leben bedarf.

Diese praktische Anleitung, so habe ich mir gedacht, verfasse ich am Besten selbst, und das will ich hier in diesem hier vorliegenden Buch nun endlich auch tun.

Es ist (ursprünglich) handschriftlich verfasst, um dem Tatsächlichen ein etwas größeres Gewicht zu verleihen. Eine Arbeit am PC wäre nicht auf absehbare Zeit zu bewerkstelligen.

Ein Grundsatz für dieses Werk soll sein, dass ich der Fülle meiner Kenntnisse gerecht werden will. Ich will interdisziplinär arbeiten.

Viel Spaß mit diesem Buch!

Mathias Schneider

Idee

Der Vorgang der Erwärmung des Leibes

Theorie I. - Der Körper muss eine Arbeit verrichten, um sich zu erwärmen. Die Einheit der Wärme ist [Q]. Die Fähigkeit eines Materials, Wärme zu speichern wird bei ihr mit der Menge diesen Materials vervielfacht. So erhält man die Menge an Wärme, ihr Maß. Abhängig von der Ausgangstemperatur und bis zur tatsächlichen Endtemperatur reichend hat dieses Maß [Q] eine zählbare Größenordnung und kann als Wärmemenge bezeichnet werden.

Theorie II. - Die Einheit der Arbeit ist [W]. Eine Kraft [F] über einen Weg [s] geleitet ergibt diese Größenordnung der mechanischen Arbeit.

Man wird also einen Körper zu bewegen haben, um dabei eine mechanische Arbeit zu verrichten. Genauso wird man etwas zu verbrennen haben, um chemische Energie freizusetzen oder eine bestimmte Temperatur eine Zeit lang aufrecht zu erhalten. Das sollen die drei Optionen sein, um einen Energieumsatz zu erzielen.

  • mechanische Arbeit verrichten
  • Verbrennung stattfinden lassen
  • Wärmegrad erhöhen

Diese drei Dinge hängen miteinander zusammen.

Idee

Verbrennung

Bevor eine Verbrennung stattfinden kann, muss einem Material eine bestimmte Menge an Energie zugeführt werden, ehe das Feuer in Gang kommt. (Enthalpie) Nachdem dies erreicht ist, brennt das Feuer so lange weiter, wie es selbst soviel Energie freisetzt, dass die weiterhin benötigte Enthalpie von sich aus durch das Brennen aufgebracht werden kann.

Energie wird also erst dann in größeren Mengen verbraucht, wenn die mechanische Arbeit die körpereigene Verbrennung ankurbelt und dadurch die Körperwärme erhöht wird.

Allein nur in diesem Fall wird der Nutzen von Übungen optimal sein. Allein nur in dieser Situation kann der maximale Energieumsatz erreicht werden. Gleichzeitig ist die Chance dabei groß, dass körpereigene Schlacken verbrannt werden. Diese zu entfernen ist wichtig für Aussehen, Psyche, Geruch und Farbe des Menschen.

Dokumentation

Übungsplan

Wann immer Du mit dem Üben beginnst, entscheidest Du selbst. Doch verpasse nicht den Moment, um wieder damit aufzuhören.

Hinweis I. - Aufhören soll ein Vorgang sein, welcher die Mondkraft repräsentiert. Ihr wird dieser zugeordnet. Die Mondkraft soll den Hauptanteil am Üben ausmachen. Darum wird das Aufhören genauso wichtig sein, wie es das Anfangen davon auch ist. Wer nicht aufhören können würde, soll es einüben, wie er seine Kräfte vermindern kann. Das soll mittels eigentlicher körperlicher Übungen so geschehen. Irgendwann wird die Ruhe dann ausreichen, um schließlich doch wieder aufzuhören. Da werden wir endlich wieder auf die Kraft des Mondes zu vertrauen wissen.

Hinweis II. - Das Wesen der Mondkraft soll einfach zu verstehen sein. Einerseits zieht sie an, hält das aufrecht und verstärkt es so, andererseits mildert sie etwas ab, hält das aufrecht und schwächt es so wieder ab. Die Sonnenkraft hingegen verstärkt stark, bis hin zur Entstehung von Schmerzen. Ebenso vermindert sie stark. Zu beobachten ist das als die Wärme der Umgebung, welche bei Tag und bei Nacht doch stark unterschiedlich sein kann.

Hinweis III. - Der Wandel. Ein Mensch, welcher sich dem Wandel zu entziehen versucht, verliert die innere Ordnung. Der Wandel der Dinge ist vorgegeben. Der Mensch hat sich an diesen anzupassen. Allein nur so wird er ein gutes Leben führen.

Hinweis IV. - Moral. Ein Mensch, welcher alles richtig macht, was die Natur von ihm verlangt, der aber dazu keine Moral besitzt, kann es, außer in moralischen Belangen genauso weit bringen wie jeder andere auch. Die Natur selbst fordert keine Moral, es sind die Menschen, welche diese einfordern.

Dokumentation

Fortsetzung des Übungsplans

Orientiere Dich an einer vierfachen Struktur bei allem was Du tust.

Impuls

Der thebische Amun-Kult

Die Welt entstand aus dem Nabel Amuns. Es bildeten sich vier Gottheiten. Ich gebe deren Namen hier nun nicht wieder.

Diese vier Gottheiten sind Symbole für die vierfache Natur der Dinge. Diese vierfache Natur beinhaltet folgende Aspekte.

  • Zeit - Vergänglichkeit, zeitweilige Erscheinungen (m)
  • Raum - Struktur, Form (w)
  • Materie - Lebensspende (w)
  • Geist - die Kräfte des Lebens (m)

Nach dem thebischen Mythos ist es die Aufgabe des Menschen der Verehrung der Zeit zu entsagen und so seine wahre, ewige Natur wiederzufinden.

In der Anwendung bedeutet dies, dass jede Sache alle vier Aspekte des Daseins aufweist. Praktischer Nutzen dieser Methode zur Meditation wird es sein, eine glückliche Form der Analyse des Gegebenen betreiben zu können. Zugleich soll ein solches Bedenken des Gegebenen der ersten Aufgabe eines Hatha-Yogin entsprechen. Das ist die Entdeckung und Verwirklichung des Wurzelchakras, welches ein Vierblatt ist.

Interessant ist am thebischen Mythos, dass zwei männliche und zwei weibliche Aspekte unterschieden werden. (Analog zum Yin - Yang der Chinesen.) Bei diesem erscheinen die Farben Schwarz (dunkel, weiblich) und Weiß (hell, männlich) in jeweils zwei Flächen für jede davon.

Idee

Übungswege

Beim Einstudieren einer Übung sollst Du auf Deinen Zustand zu Beginn achten. Unterscheide beim Üben jedoch vier Zustände.

  • A - Ich löse mich.
  • B - Ich verstärke mich.
  • C - Ich halte mich.
  • D - Ich vermindere mich.

Dieser Ansatz soll bezogen auf die bewusst gesteuerte Energie gelten dürfen. Folgende Reihungen empfehlen sich zur Übung.

A - ABCDABCDABCD

B - BCDABCDABCDA

C - CDABCDABCDAB

D - DABCDABCDABC

Das soll für eine vorgesehene dreifache Wiederholung der Übung so gelten. Beachte es, dass dafür gilt, dass ein Anfang und ein Ende davon einander gleich sind.

Hinweise

  • Übe nach dem Prinzip der leeren Hand. Dieses soll für eine Freiheit von unnötig eingegangenen Bedingungen sorgen.
  • Gehe immer Deinen Pflichten nach und stelle diese nicht über die Übungen, sorge aber immer dafür, dass Dir genügend Zeit zum Üben verbleibt.

Idee

Die Zustandsänderung

Man übt Yoga, um etwas zu erreichen. Also kann man es getrost sagen, dass die Zustandsänderung im Mittelpunkt der Übung bei uns steht. Da wird es von Bedeutung sein, dass man keinen Schaden an einer Übung nimmt. Es soll darum sichergestellt sein, dass man rechtzeitig wieder damit aufhören kann.

Idee

Lerne zu klassifizieren!

Teile alles in Vierergruppen auf. Das soll das erste Tor sein.

  • Zwei männliche und zwei weibliche Aspekte des Ursprungs soll es geben.
  • Zeit, Raum, Geist und Materie sollen die Symbole des Ursprungs sein.
  • Vergänglichkeit, Form, Kraft und Lebensspende sollen die Erscheinungsweisen des Ursächlichen sein.

Impuls

Lernen, um Widersprüche zu vermeiden

Beispiel I. - Es soll keine Kraft der Vergänglichkeit geben. Also wird es auch keinen solchen Sog geben.

Weitere Beispiele dieser Art sollst Du Dir selbst erarbeiten.

Idee

Exkurs - Yin Yang

  • Kreis - weiblich
  • Linie - männlich
  • Ein abgewickelter Kreis ergibt eine Linie.
  • Eine geschlossene Linie ergibt einen Kreis.

Impuls

Dreiecke

Das nach oben zeigende Dreieck soll männlicher Art sein sowie das nach unten zeigende Dreieck soll weiblicher Art sein. Die Basis des Dreiecks soll die Grundlinie sein sowie die Spitze des Dreiecks sein Schmelztiegel.

Deutung I. - Der Mann wandert nach oben und die Frau nach unten zum selbigen Ziele.

Deutung II. Der Mann wandert zunehmend zögernd und behält so seine Basis bei und die Frau tut es ihm gleich zum selbigen Ziele.

Deutung III. Das Dreieck verkörpert visuell die beiden Prinzipien der Entfaltung und der Einschmelzung.

Ergänzung I. - Die rohe Kraft des Mannes verlangt nach Läuterung und muss an ein feines Benehmen herangeführt werden. Die feine Stärke der Frau verlangt nach Kräftigung, damit sie im Leben zu bestehen vermag. Beides wird durch Teilhabe am anderen Geschlecht erlangt, geht aber zuweilen auch deswegen überhaupt erst verloren.

Impuls

Enthaltung von einer Lust

Ist sie da, dann hat man auf sie einzugehen, sonst stirbt sie ab.

Ist sie zu lange weg, soll man sie suchen gehen, sonst verliert man sie für immer.

Würde sie nicht da sein, sollte es Dir an nichts fehlen.

Vollzieht sie sich, dann enthalte Dich.

  • Alles, was ist, muss auch sein dürfen.

Das Ganze soll das Gute sein. Etwas Halbes würde nicht gut genannt werden können.

Idee

Über Geld

Eine Gesellschaft, die ihre Belange auf das Geld hin ausrichtet, lebt in Täuschung.

Ein Mensch, der seine Belange auf das Geld hin ausrichtet, lebt in Täuschung.

Geld würde nichts von allem sein. Es ist ein gemachtes Ding, welches man nicht zum Leben bräuchte.

Je abhängiger der Mensch sich im Leben von einem Gelderwerb macht, desto schwieriger fällt sein Leben aus.

Man braucht Zeit und Kraft, um sich seinen Wohlstand zu erwerben.

Wohlstand ist etwas, das die Menschen zu allen Zeiten unterschiedlich definiert haben.

Heutzutage meint man, dass es im Leben als Mensch allein nur um das Geld geht. Doch wahrer Wohlstand wird weit mehr als Geld sein, ja durch Geld allein würde er nicht zu erwerben sein.

Geld würde nicht fassbar sein.

Idee

Innere Alchemie

Basis für den inneren Alchemisten sollen die Worte sein. Es wird seine Aufgabe sein, diese mit Leben zu erfüllen. Dabei rezitiert er das Bekannte und erkundet so seinen wahren Bereich, den Gehalt seiner Kenntnisse. Dabei würde er nicht immer erfolgreich sein. Der Unterschied zwischen einem bekannten Wort und einem richtig zugeordneten Wort ist ihm wohl bewusst.

Worte sollen für ihn Lebensräume sein. Er kann sich bei diesen aufhalten. Auch kann er sich darüber definieren, was er kennt. Die Zusammensetzung des Gesamten zu einem Ganzen wird sein Ziel sein. Dabei denkt er sich die große 'Maschine' als aus Worten erbaut. Er selbst wiegt sich im Fluss der Worte und verwandelt sich deswegen getreu derer Definition.

Idee

Sprachanalyse

Worte werden ausgesprochen, aufgeschrieben, gedacht oder erspürt, gelesen, gehört.

Worte sind Bestandteile der Kommunikation. Ihre Bedeutung reicht über das Gesagte selbst hinaus.

Das gesprochene Wort ist auf der selben Ebene wirksam wie das geschriebene oder das gedachte Wort.

Durch die Sprache erlernt es der Mensch, seinen Leib in all seinen Funktionen auszuschöpfen.

Worte werden mechanisch erzeugt und darum auch mechanisch wahrgenommen.

Worte sind plastisch.

Ein Wort beinhaltet mehrere Zustandsänderungen. Durch diese Zustandsänderungen werden Worte überhaupt erst wahrnehmbar.

Durch den Stimmapparat wird der Hauch des Menschen getreu seiner Sprache plastifiziert. So erhält er seine Gestalt und wird zur Stimme des Menschen. Da ist er wirksam. Dann kann der Mensch sprechen, wenn das gegeben ist.

Da es keine Begrenzung einer Wirksamkeit der Worte geben kann, bedarf der Mensch einer willkürlichen Moderation seiner Gedanken und Ideen, um sich zu mäßigen.

Die Gesetze, nach denen die Worte wirken, sind komplex. Sie gestalten Sekrete.

Sprache soll die Summe aller Dinge sein. Gott ist die Summe des Guten. Die Sprache des Menschen soll ein Teil Gottes sein. Dank seiner Sprache kann ein Mensch zu Gott finden.

Impuls

Regeln

Wenn Du ein Wort erspürt hast, dann widme Dich diesem Wort und keinem anderen. So kann Dir der unbewusste Anteil Deiner selbst eine Botschaft zukommen lassen. Wenn dieser sich erst einmal daran gewöhnt hat, das zu tun, wird er es immer wieder machen. Das geschieht immer dann, wenn es erforderlich sein wird.

Sprache ist mechanisch aufgebaut. Erkenne diese Mechanik an. Erkenne die Grundregel der Paarungen von Kräften. (actio = reactio) Wende diese Grundregel an. So wirst Du zur Logik einer mechanischen Grammatik finden. Diese Logik soll eine symbolisch auffassbare Handlungsgrundlage von uns Menschen sein. Erkenne das an. Mehre das Bekannte. Festige Dein Wissen.

Wenn Du etwas wahrnimmst, dann nimmt es auch Dich wahr.

Wenn Du etwas fühlst, dann fühlen das auch andere.

Wenn Du etwas anschaust, dann achte auf die Bedeutung Deines Blickwinkels.

Wenn Du etwas denkst, dann bewahre es so, wie es bereits ist. Mache das so, auch wenn es Dir noch nicht verständlich sein würde. So stellst Du die Reinheit Deines Denkens wieder her.

Bewahre Deine Momente. Erkenne ihre Bedeutung für Dein Leben an. Handle erst, wenn es im Sinne der von Dir erspürten Gegebenheiten richtig sein wird. Erkenne Dich selbst dadurch an. Allein nur das kann wirklich sein. Das sollte nichts Gemachtes sein. Es soll aus Deiner Gewohnheit zur Bewahrung des Gegebenen resultieren. Darum kannst Du davon ausgehen, dass richtig ist, was dabei entsteht.

Allein nur das, was Du erspüren kannst, wird Dein Anteil an den Dingen dieser Welt sein.

Denken, Schreiben und Sprechen sind Verkörperungen der Agitation, wenn diese nicht länger der Bewahrung des Gegebenen dienen.

Widme Dich einer Benennung der Dinge und bewahre das dabei Gefundene. Es soll die Basis für Dein weiteres Leben sein.

Es ist eine Illusion, wenn die Menschen die bekannten Relationen dazu hernehmen, um etwas zu gewichten.

Idee

Tiefenreflexe

Mit zwei Holzstücken habe ich gestern meine Füße, mein Gesicht und andere Körperstellen auf Tiefenreflexe abgetastet. Dabei habe ich diese als Sonde eingesetzt. Da ich selbst daran beteiligt gewesen bin, habe ich direkt auf diese Tiefenreflexe eingehen können. Nach einer ganzen Weile dieser Betätigung an mir hat sich eine Überreizung eingestellt. Mein Leib hat mir die Rückmeldung gegeben, dass er genug davon hat.

Diese zwei Holzstücke sind von einem Zwetschgenbaum. Ich habe diese im Jahr 2009 bearbeitet. Es sind Handschmeichler. Beim Abtasten der Haut mit diesen beiden Gegenständen habe ich erkannt, dass eine Tiefenwirkung bei mir entsteht.

Ich habe bei den Händen mit dem Abtasten begonnen. Es hat sehr lange gedauert, bis diese Reflexe spürbar aktiviert gewesen sind. Besonders wohltuend ist mir das Abtasten der Füße vorgekommen. Auch die Kopfhaut und die Bauchgegend sind sehr empfindsam.

Beim Abtasten der Arme hat sich meine Muskulatur in angenehmer Weise von mir kontrahieren lassen. Bei den Handflächen hat es sich gezeigt, dass Kreisbewegungen für diese angenehm sind.

Anschließend habe ich darüber nachgedacht, was Tiefenreflexe wohl sind. Da ist es mir klar geworden, dass es ganz unterschiedliche davon am Menschen gibt.

Mein Fazit ist dafür nun das Folgende. Ohne ausreichend gute Tiefenreflexe an sich zu verspüren, wird keine gute Körperhaltung einzunehmen sein. Ich erkenne es jetzt auch, dass die großartigen Effekte des Yogas aus Tiefenreflexen resultieren.

Idee

Zustandsänderungen

Ein Adept des Yoga möchte seine eigenen Möglichkeiten erkennen und es nach und nach erlernen, diese zu erfüllen. Vieles was man in diesem Leben tun kann, wird etwas Abwegiges und Gefährliches sein. Darum bedarf es einer erfahrenen Person, um nicht zu sehr auf verkehrte Wege zu geraten. Dieser Mensch soll einen anzuleiten wissen. Dazu hat man sein Vertrauen darin zu fördern, was dieser einem vermitteln möchte. Man soll ihm unbedingt Folge leisten. Das würde manchem nicht leicht fallen. Darum braucht es oftmals lange Zeit, ehe man die Person des eigenen Vertrauens bestätigt hat. So viel vom eigenen Vertrauen in einen anderen Mensch zu setzen, das wird kaum leicht sein. Und selbst dann, wenn man eine solche Person für sich gefunden haben wird, hat man den Weg selbst zu gehen. Ein solcher Lehrer wird keine Person sein, welche Dich immerzu ziehen kann oder Dir immer wieder einen für Dich notwendigen Halt verleiht. Darum ist es an Dir mitzuwirken.

Ohne einen guten Lehrer zu kennen, wird es kaum einen Fortschritt für einen Menschen geben. Dieser wird die Ursache unserer Entwicklung und Reife sein. Aus uns selbst kann kaum vieles hervorkommen.

Die Welt ist oftmals so viel weiter von ihrer Reife als es der einzelne Mensch sein wird. Oh ja, die Menschheit ist die Verkörperung der Welt.

Ein Lehrer soll sich dazu eignen, was ihm aufgetragen wird. Dennoch wird man diesen zu prüfen haben, um es festzustellen, ob er überhaupt geeignet sein wird. Es wird die eigene Aufgabe des Schülers sein, den für sich richtigen Lehrer suchen zu gehen. Man sollte es nicht vergessen, dass man auf diesen Lehrer angewiesen ist, wenn man es zu etwas Richtigem bringen können möchte.

Zustandsänderungen sollen ein maßgeblicher Teil des Yogas sein. Anhand des Zustands wie auch der Kraft zum Widerstand (Resistenz) des Adepten kann dessen Stufe oder Reife bestimmt werden. Diese bestimmt wiederum über den Wert von dessen Vermögen.

Manche Befähigung zur Beachtung und Erkenntnis des tatsächlichen Zustandes eines Menschen wird vonnöten sein, wenn man einen guten Weg für sich finden möchte.

Ein Üben des Leibes erfolgt beim Yoga durch ein Einhalten und Durchhalten von Zuständen. Dazwischen erfolgen Zustandsänderungen und sollen für eine Freigabe der eigenen Kraft sorgen. Auch auf unsere Stimme wird es sich niederschlagen, welchen Zustand wir gerade eingenommen haben. Aktive Menschen sind daran gewöhnt, dass sich ihr Zustand verändert. Sie kommen damit klar, weil sie diesen Prozess bereits kennen.

Passiv ausgerichtete Menschen möchten bedient werden oder bedienen sich selbst. Sie werden allein nur selten aktiv, wenn ihnen etwas fehlt. Sie erdulden eine Situation viel lieber als diese zu verbessern. Dabei unternehmen sie viele Dinge, damit sich das nicht so drastisch auswirkt, was sie als eigene Notlage empfinden.

Ein aktiver Mensch bleibt der, welcher er ist, solange er immer wieder einmal aktiv sein wird. Das soll bedeuten, dass er sich sehr gerne etwas erarbeiten wird. So erlangt er diese Dinge üblicherweise. Er tut das unentwegt. Doch das allein hat ihm noch keinen Fortschritt besorgt. Er muss sich darum prüfen, ob das eigene Handeln ausreichend ist oder ob es zu verbessern sein wird. So kann diesem etwas gelingen, weil er sich kennt.


Idee

Bemaßung

Alle möglichen Dinge werden heutzutage durch Symbole vereinheitlicht. Wir nennen diese Symbole das Maß. Doch nirgends wird so sehr betrogen, wie mit dem Maß. Es ist billig, das Maß zu den eigenen Gunsten zu verstellen. Zudem wird eine vermaßte Welt eine verarmte Welt sein.

Beim Yoga kann man auch ein Maß einsetzen. Man kann die Atmung nach Herzschlägen oder nach Verhältnissen neu konditionieren. Alles das soll der Steigerung einer eigenen Leistungsfähigkeit dienen.

Ich rate davon ab. Ein Zählen der Sekunden oder auch der Herzschläge würde nichts Erforderliches sein. Bei einem solchen Zählen der Herzschläge setzt der Mensch seine Willensstärke ein und gebraucht das 'Siegel' gegen sich selbst. So wird der Zeitpunkt für die zu erwartende Zustandsänderung willkürlich festgelegt. So etwas soll jedoch unzulässig sein. Welcher Gottheit so etwas auch immer dienen wird, es würde nichts Rechtes sein. Dabei wird der Zahl eine ungerechtfertigte Bedeutung beigemessen, welche diese von sich aus nicht haben würde.

Solche kurzen Zeiträume bräuchten nicht bemessen zu werden. Wer genauer zählt, als es für eine Sache vorgesehen ist, der gerät auf Abwege.

Aphorismen

Die Mutter wird die Sonne sein, die Kinder sind da wie die Planten zu ihr. Die einen sind zu nahe an ihr dran, und die anderen zu weit weg.


Was die Mechanik als Freiheit ansieht, das ist eigentlich die Unfähigkeit sich zu widersetzen.


Außerhalb der Vorgaben gibt es kein Sein.


Die Vorgaben könnten nicht bestimmt werden, ohne dass man sie an die Gegebenheiten dieser Welt anpassen wird. Allein nur das, was richtig ist in dieser Welt, soll sich als Vorgabe eignen.


Der eine sagt, er sei weiter als der andere und der andere dreht sich um.


Das eine ist großartig und verdient Beachtung, und das andere ist kümmerlich und braucht sie darum um so mehr.


Es gibt allein nur eine Herde, zu der man gehört. Diese würde man nicht wechseln können. Das soziale Leben könnte nicht durch äußerliche Umstände festgelegt werden, sondern es lebt von innen heraus.


Wenn einer sagt, dass er Dich liebt, und er kommt nicht wieder, so hat er Dich nicht geliebt. Wenn einer nicht wiedergekommen ist, und Du bist nicht zu ihm hingegangen, so hast auch Du ihn nicht geliebt.


Menschen gehen im Konflikt auseinander, Menschen finden im Konflikt zusammen. So zeigt es die Natur, wer zu wem gehört.


Die Natur, das ist diejenige Kraft, welche unablässig diese Welt gestaltet und allein nur sie bestimmt darüber, was wird und was nichts sein würde.


Ein Mensch kann noch so viele Dinge besitzen und getreu seines Willens so viele Dinge gestalten, er bleibt doch, was er ist.


Die Basics sind wichtig. Alles andere werden allein nur Türme sein. Als solche erinnern mich diese an das biblische Babylon.


Der Mensch ist das einzige Tier, welches aus seinen Taten nicht schlau zu werden vermag.


Der Mensch sammelt Erkenntnis und errichtet damit Bruchbuden des Bedenkens.


Wenn man nichts Weiteres ist, als das, was realistisch davon sein wird, dann reduziert sich die Leistung eines Menschen auf seine Toilette.


Liebe ist wie ein Feuer, welches ohne Holz nicht zu brennen vermocht hat.

Sprüche

Gut und Schlecht, Falsch und Wahr

Zwei Dinge,

ineinander greifend,

verschlingend,

Yin und Yang,

zu Vieren werdend

löschen sie alle Pole aus.

Zu Achten werdend

bilden Sie die Substanz.



Wenn man es mir verbietet, mein Bedenken durchzuführen, begrenzt man meine Entwicklungswege. Über kurz oder lang wird das zu einer Kollision bei mir führen.


Das Bedenken eines Menschen soll diesem der Rückhalt für sein Dasein sein.


Eine Freude kann auch das eigene Empfinden nach einer geglückten Leistung sein.


Wer ins Bett fällt, weil er nicht mehr kann, der hat sich verausgabt. Wer sich verausgabt hat, der saugt die Mächte seiner Umwelt in sich auf. Wer reich an solchen Energien ist, der schläft gut und kann so am Morgen voller Tatkraft aufstehen. Abends fällt er dann wiederum vor Müdigkeit ins Bett, was ihm also eine Genugtuung sein wird.


Tiefer Schlaf ist fester Schlaf. Tiefe Unruhe wird dem Menschen allein nur dann gegeben sein, wenn etwas seine Ausgeglichenheit beeinträchtigt. Das hat er bald wieder abzustellen. So kann er seine Ruhe wieder erlangen. Das soll ihn zur eigenen Kraft führen, zur Tätigkeit, zu Müdigkeit und zum Schlafen. So wird man davon genesen.


Worte sollen heilsam sein. Worte sind zuweilen prägend. Heilsame Prägungen zu erfahren, das kann wegweisend sein. Alle Wege sind gute Wege. Schlechte Wege würde es nicht geben, da es da keine mehr wären. Bleiben die heilsamen Prägungen aus, so fehlen uns diese.


Wer sagt, dass ein Weg gut sein wird, ein anderer jedoch nicht gut sein würde, der verkennt zuweilen die Natur des Menschen.


Gut und Schlecht sind wie zwei Brüder aus der gleichen Familie. Für die Worte Wahr und Falsch gilt das gleiche.


Menschen sind allesamt gleich. Es gibt keine Ausnahme davon. Keiner ist absolut. Keiner ist vollkommen. Keiner wird vollständig reif sein. Keiner ist vollständig ausgewachsen und ausgebildet. Schwächen hat jeder, Makel hat jeder.


Wahrheit wird verletzen, wenn diese polarisiert. Darum sollte sie nicht für sich allein stehen.


Weisheit ist eine Gabe, die dem Menschen während seines Lebens zuteil werden kann. Niemals aber wird sie zu erzwingen sein. Ein großer Pfand muss dafür erbracht werden, um weise zu sein.


Manche Menschen mehren ihren Reichtum, andere ihre Schulden.


Allein nur wegen einer Beziehung zwischen Mensch und Mensch wird eine Lehre entstehen.


Eine Ausbildung ist der Vorgang, bei dem ein Mensch allerlei Prüfungen abzulegen hat, ohne etwas schon richtig verstanden zu haben. Für eine wirkliche Lehre ist keine Zeit mehr da. Die Meister sind allesamt beschäftigt.


Ein Studium wird aufgrund der Güte der eigenen Sprache leicht gelingen. Bestehe man, indem man der gesprochenen Sprache gerecht wird.


Die Sprache des Menschen ist diejenige Fülle des Lebens, welche ein Mensch auszuschöpfen versucht. So kann er etwas erreichen. Das wird ihr Stellenwert sein. Außerhalb davon würde es nichts geben, was man in seinen Besitz zu bringen vermag.


Eine Geisteswissenschaft wird vom Wissen über die Sprache geprägt. Ein Wissen über den Geist könnte sie nicht verwirklichen.


Man würde nicht einfach mit etwas aufhören. Man würde nicht einfach mit etwas anfangen. Man wird sich als Mensch zu fügen haben, oder untergehen.


Betrachte Bilder. Das soll etwas an Dir hervorbringen, was Dich ausmacht. Ein Formulieren der Gedanken verwirrt den Menschen nur. Stärken wir uns durch eine Einhaltung von gültigen Prinzipien, indem wir uns nach diesen richten. Kläre Deine Schritte. Gehe nicht abseits der Wege der anderen Menschen.


Den wahren Weg zu kennen ist eine Erfahrung des Geistes, ihn zu begehen eine Erfahrung der Natur.


Diesen Weg zu kennen und ihn nicht zu begehen, das nenne ich das Vermeiden. Den Weg nicht zu kennen und ihn trotzdem zu begehen, das bezeichne ich als die Erkundung.


Wer es im voraus zu bedenken weiß, was es zu verstehen geben wird, der wird sich dadurch vorbereiten.


Das Leben lehrt es Dich abzuwägen, welches Wagnis Du eingehen möchtest. Gehst Du ein solches ein, dann wirst Du auch damit klarkommen müssen, was es beinhaltet. Vom fahrenden Wagen abzuspringen bringt Dir manchen Nachteil ein.


Der Mensch steht im Einklang mit seiner inneren Prägung. Allein nur etwas, was den Menschen da bestärkt, stabilisiert und fördert, vermag sich gut auf ihn auszuwirken.


Eine gute Nahrung, das soll die wahre Medizin des Lebens sein. Das Arbeiten wird der wahre Sport des Menschen sein. Das Spiel wird da eine Erfahrung der eigenen Freiheit freisetzen. Eine Ausrichtung des Menschen richte sich nach der wirklichen Ordnung der Dinge.


Man würde sich nicht zu erklären haben, wenn man sich auf das Gute beruft.


Was die Sonne nicht erreichen, was den Mond nicht kennen würde, das wird keine Bedeutung für dieses Leben als Mensch haben.


Wer etwas als schön bezeichnet, der könnte sich wahrscheinlich nicht dazu erklären.


Die Erfahrung der Stille soll eine Quelle der Lebenskraft sein.


Der Mensch liebt, ohne dass er zu lieben versteht.


Wer aufblüht und gedeiht, stark wird und sich heranbildet, der hat es wohl verdient, dass er seines weitergeben darf.


Das Kind ist als Kind immerzu das Kind.


Kein noch so großer Erfolg erlöst den Menschen von den Aufgaben seines Daseins.


Wer kann es bezeugen, was Du bist? Was wirst Du sein als Gestalt ohne eine eigene Form?

Dokumentation

Der eigene Quantencomputer

Ein Mensch wird losgelöst von den Dingen seines Lebens zu erkennen sein. Da wird sein 'Plan' sichtbar.

Einem solchen Plan getreu führt er sein Leben. Er hat ihn selbst erstellt. Er kennt diesen gut. Da er nichts davon abändert, kann er seinen Plan erfüllen.

Er ist neutral zum Weltgeschehen. So verliert er seine Kräfte nicht deswegen. Er bewahrt sich, was er hat und strebt damit seinem Ziel entgegen. Das entspricht seiner Freiheit, dass er etwas für sich erhält, was ihm bereits gegeben ist.

So wird ihm viel Liebe zuteil. Er prüft sich und schaut es sich an, wie sein Dasein sich auf das Weltgeschehen auswirkt. Er bringt dafür keinen Einsatz, muss aber auch keinen hohen Preis bezahlen. Stattdessen betreibt er seine Selbstverwirklichung.

Da er im Kleinen agiert, kann er auch jederzeit wieder davon ablassen. So kommt er wieder und wieder an sein Ende. Große Ziele hat er praktisch keine. Das Wenige, was ihm wichtig ist, kann er bald erreichen.

Arbeit soll die Fähigkeit dazu sein, einen Zustand zu ändern.

Impuls

Die Leere

Die Summe der Dinge soll Null sein. Alles zusammen ergibt nichts. So ist die Leere. Ein daraufhin vorkommender Effekt wird willkommen sein.

Idee

Transformation

Jeder Mensch trägt eine eigene Ordnung in sich. Alles das, was geschieht, kann vom Menschen erst dann erkannt und verstanden werden, wenn es gemäß seiner inneren Ordnung erscheint. Das zu vollbringen braucht Zeit. Erst dann, wenn das gelungen ist, wird etwas für uns nutzbar sein.